| Von Schottland in die Pegasus-Galaxie. Der Artikel erschien im Original im Scottish Daily Mirror 26. November 2004 von Craig McGill. Übersetzung von halessa
Rutsch rüber Scotty, es gibt einen neuen Schotten der bald kühn dorthin gehen wird, wo noch niemand zuvor gewesen ist. Und diesmal ist es ein echter Schotte. Paul McGillion, 35, ist einer der Hauptcharaktere der neuen Hit Science-Fiction Serie Stargate Atlantis. Die Serie, ein Spin-Off des Filmes Stargate und der Fernsehserie Stargate SG-1 hat die USA in den beiden ersten Ausstrahlungsmonaten bereits im Sturm erobert und Großbritannien folgte vor einem Monat.
Für Paul, der die Rolle des leitenden Arztes Dr. Beckett spielt, und der sich durch die Untersuchung einer bizarren Alien-Spezies die entdeckt wird zum Experten in Xenobiologie entwickelt, hat sich ein Traum erfüllt.
"Diese Serie ist fantastisch" sagt McGillion. "Sie hat eine große Fangemeinde, herausfordernde Geschichten und die Besetzung ist großartig. Es ist ein Traum für einen Schauspieler." Jedoch gibt es auch eine Schattenseite, wie er am Ende des Interviews zugibt.
Atlantis handelt von einer Gruppe Wissenschaftler, die das Stargate benutzen, um die entfernte Pegasus-Galaxie zu erreichen - jedoch mit einem Problem: Es ist ein Einbahntripp, bis sie eine neue Energiequelle gefunden haben um wieder nach Hause zu kommen. Für Paul, der ursprünglich aus Paisley stammt aber mit sechs Brüdern und einer Schwester nach Kanada umzog als er noch sehr klein war, war es etwas, worauf er sich beziehen konnte - ein neues Zuhause weit fort.
"Ich war sehr klein als wir das erste mal nach Kanada umzogen un dann gingen wir wieder für einige Jahre zurück wo ich in Barrhead lebte. Ich kann also den Charakter nachvollziehen, der ebenfalls eine Reise über eine große Distanz unternimmt. Ich habe immer noch Familie in Schottland und schöne Erinnerungen an Ausflüge von Paisley und Barrhead nach Largs, Saltcoats und Troon. Es war für mich als Kind ein großartiges Abenteuer loszuziehen und die entfernten Verwandten zu sehen."
Der Original-Kinofilm, unter anderem mit Kurt Russel, war 1984 ein großer Erfolg und der Ableger, die TV-Serie SG-1 läuft nun bereits seit acht Jahren - die zweitlängste Serie der Sci-Fi Geschichte hinter den neun Jahren von Akte X.
"Die Reaktionen waren großartig," sagt McGillion, während er eine Pause von den Dreharbeiten in Kanada einlegt. "Es ist offensichtlich, dass ich mit Scotty aus Star Trek verglichen werde, aber dass ist cool. Er war der erste Schotte in einer beliebten Sci-Fi-Serie und es gibt schlimmeres, mit dem man verglichen werden könnte."
Ein Unterschied ist, dass die originale Star Trek Serie nach drei Jahren eingestellt wurde, aber Atlantis sieht einer rosigen Zukunft entgegen - und keineswegs einem nassen Grab. Eine zweite Staffel wurde bereits angekündigt, da bereits die ersten fünf Episdoden sehr erfolgreich gewesen waren - ein seltenes Ereignis im amerikanischen Fernsehen.
Und es scheint so, dass in der Welt von Stargate Schottland ein unabhängiges Land ist, da Paul die Saltire (Anm.: Schottische Flagge), und nicht - wie bei einer echten Expidition, den Union Jack (Anm.: Britische Fahne) trägt, um die Wurzeln seiner Herkunft zu zeigen. Ein Teil der Handlung von Stargate Atlantis ist, dass jedem Reisenden ein persönlicher Gegenstand zur Mitnahme erlaubt war. Bedeutet dass, das Paul einen keltisches Trikot mitnahm, um ihn an seine Schulzeit an der St. John's und St. Luke's High School in der Nähe von Barrhead zu erinnern?
Er lacht. "Ich weiss nichts davon. Vielleicht wäre es diplomatischer von mir, wenn ich nur die Saltire mitnehmen würde. Das wäre die bessere Wahl."
Paul - der bereits seit vielen Jahren in Film und TV arbeitet - hatte zu Beginn nicht geplant, den Akzent seiner Kindertage in Paisley und Barrhead einzusetzen. "Die Rolle war ursprünglich nicht in schottisch geschrieben worden und ich machte das erste Vorsprechen ebenfalls ohne Akzent. Danach stellte sich heraus, dass die Produzenten gerne einen internationalen Touch in die Serie einbringen wollten und ich sagte ihnen dass ich sehr froh sein würde, wenn ich Beckett schottisch spielen könnte. Und sie haben es angenommen."
"Wir erzählten es keinem der anderen Darsteller und so sprang ich einfach von der einen Art zu sprechen in den schottischen Akzent und alle Köpfe drehten sich zu mir. Es war sehr lustig. Für andere kann der Akzent ganz schön kompliziert sein, wie mir gesagt wurde, aber ich finde es einfach und es scheint als würden mich alle verstehen. Es ist nicht der breiteste schottische Akzent, das hilft vielleicht. Aber ich habe natürlich immer noch meinen bodenständigen Akzent wenn ich mit echten Schotten spreche. Und seit dem ersten Tag scheint es dass die anderen gut mit dem zurechtkommen, was ich sage. Natürlich haben sie das Drehbuch, also wissen sie immer was ich sagen werde," meint er lachend. Genauso wenig wie seine Kollegen einen schottischen Akzent erwartet hatten, hatte Paul nicht erwartet dass Webseiten auftauchen, die ihn als eines der "Sex-Symbole" der Serie bezeichnen. Während Paul glücklich darüber ist, ist er nicht sicher, was seine andere Hälfte darüber denkt.
"Es ist nett dass es einige Fans gibt die so von mir denken und es ist natürlich schmeichelhaft, aber ich weiss nicht was die Freundin daraus macht. Ich habe bisher noch keine Unterwäsche in der Post gefunden, also wurde ich doch noch nicht so sehr als Sex-Symbol in Erwägung gezogen" fügt er glucksend hinzu.
Was er selbstverständlich ist, das ist beschäftigt. Neben "Atlantis" hat Paul gerade seine Arbeit an "The Deal" beendet, einem Film mit Christian Slater und Selma Blair. Er arbeitet immer an mehreren Projekten, was aber immer auch von der straffen Planung der Produzenten von Atlantis abhängt.
"Der Arbeitsplan ist toll - um ehrlich zu sein hervorragend. Die Produzenten sind natürlich bestrebt dass wir alle den Zeitplan einhalten, aber wir haben auch noch ein Leben," sagt Paul. "Es ist meistens ein 12-Stunden-Tag, aber dass ist toll denn es lässt dir Zeit für andere Dinge."
Und während es scheint, als ob er eine fantastische Zeit mit einer tollen Serie hat, mit Hollywood-Stars arbeitet und eine Freundin hat, ist es doch kein perfektes Leben für den Burschen aus Paisley. Im Augenblick klingt er mehr wie sein Charakter, gestrandet in der Pegasus-Galaxie als wir fragten, was er denn am meisten von zuhause vermisst.
"Gott, Kartoffel-Scones und Irn Bru. Das vermisse ich sehr. Und Black Pudding auch. Wenn irgend jemand herausbekommen kann, wie ich hier etwas davon bekommen könnte wäre das großartig. Es war einfach toll, und ich vermisse es wirklich. Ich hatte keine Möglichkeit, oft genug nach Hause zu kommen, aber hoffentlich schaffe ich es nächstes Jahr."
Erstellungsdatum : 03/07/2006 @ 16:58
Letzte Änderung am : 12/07/2006 @ 18:21
Kategorie : Interviews
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