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Interviews - The Gateroom Jan. 2005

Interview vom 28. Januar 2005
Original-Interview auf The Gateroom Special thanks to Anise.
Übersetzung von Halessa, Beta von Rijan.
Interview vom Jänner 2005

[The Gateroom] Was hat dich angesprochen, für "Stargate: Atlantis" zu arbeiten?

[Paul McGillion] Nun, zuallererst das Drehbuch für den Pilotfilm, "Rising" war einfach phänomenal und als ich es erhalten habe war ich sehr begeistert für Beckett vorsprechen zu können. Weiters der große Erfolg von SG-1. Jede Chance bei einem Franchise wie diesem mitarbeiten zu können ist eine großartige Gelegenheit. Beckett war ursprünglich als wiederkehrender Charakter angelegt, der einen internationalen Touch haben sollte und da ich in Schottland geboren bin beschloss ich, den schottischen Akzent einzubringen da ich dachte, dass es zum Charakter passen würde und glücklicherweise scheint es für mich gut geklappt zu haben. Also um es zusammenzufassen, das wunderbare Drehbuch war es, das ursprünglich meine Aufmerksamkeit erregte.

[TG] Welchen Einfluss, wenn überhaupt, hast du auf die Handlung und die Drehbücher der Episoden in denen du arbeitest?

[PM] Anfänglich hatte ich sehr viel Einfluss, weil zu Beginn niemand wußte, wie sich der Charakter entwickeln würde - er war sehr offen ausgelegt. Beckett war - wie ich schon zuvor sagte - ein Charakter mit internationalem Touch, und so haben Schauspieler, ich glaube Männer und Frauen, primär jedoch Männer vorgesprochen, ich denke im Alter zwischen 25 bis etwa 55. Da waren Charaktere mit russischem, deutschem, tschechischem und englischem Akzent und ich kam als Schotte. Ich denke also, dass ich großen Einfluss hatte, ihn als Schotten zu spielen. Brad Wright und Robert Cooper, die die Schöpfer des Projektes sind, geben dir viele Freiheiten sofern es darum geht, mit dem schottischen Dialekt zu spielen. Als sich der Charakter zu entwickeln begann, begannen sie mehr FÜR den Charakter zu schreiben und sie sind sehr offen für Vorschläge. Wenn man ein großartiges Drehbuch mit dem man arbeiten kann hat, dann ist es natürlich nur ein herumzwicken daran und ein paar Vorschläge zu machen. Sie sind sehr offen dafür, und das ist eine große Wohltat. Die Atmosphäre ist wunderbar und gleich von Beginn - vom Pilotfilm an war es ein großartiges Gefühl - wir wissen dass wir etwas Besonderes machen.

[TG] Wie viel von Paul McGillion steckt in Dr. Carson Beckett?

[PM] Ich denke dass jeder Charakter den ein Schauspieler darstellt bis zu einem gewissen Grad eine Erweiterung von sich selbst darstellt und ich freue mich sehr, diesen gut ausgearbeitet Charakter, den die Autoren für Beckett entwickelt haben, spielen zu können. Ich denke ich bringe meinen Sinn für Humor in den Charakter ein, und wenn ich die Gelegenheit dazu bekomme, so wie in der ersten Staffel, kommt auch ein dramatischer Aspekt hinzu - Beckett kann der feige Löwe sein, ebenso wie ein widerwilliger Held, wenn der Zeitpunkt passt. Und so ist es ein wirklich nette Gelegenheit einen Charakter wie diesen zu spielen. Soweit es mich selbst als Paul betrifft - ich denke sehr viel von mir ist in Beckett! Ich denke ich bin ein wenig selbstbewußter als der Charakter was die Ladies betrifft, wenn ich ehrlich sein darf. Oder zumindest mag ich den Gedanken, dass es so ist!

[TG] Werden Atlantis und SG-1 zur selben Zeit gedreht und wenn ja, siehst du gerne was die anderen Jungs so treiben?

[PM] Wir haben die gleichen Drehzeiten. Wir sind in den Bridge Studios in Vancouver. Wir arbeiten auf unterschiedlichen Sets. Da gibt es also den Atlantis Schauplatz und den SG-1 Schauplatz, also laufen wir uns über den Weg. Wir hatten die großartige Möglichkeit, Richard Dean Anderson und Michael Shanks im Pilotfilm zu haben, was wirklich wunderbar war. Amanda Tapping ist reizend und Christopher Judge ist einfach ein wunderbarer Kerl. Also ja, wir laufen uns von Zeit zu Zeit über den Weg, aber normalerweise nicht wenn wir drehen, da beide Produktionen sehr beschäftigt sind. John Smith hat einen engen Drehplan und so sind wir meistens am Set oder in unseren Wohnwägen um unseren Text durchzugehen. Die wenigen Male wo wir ihnen begegnet sind waren sehr nett. Speziell zu mir waren sie sehr nett und erklärten mir die Regeln.

[TG] Was bringt dich bei dem Charakter den du bei "Atlantis" spielst auf die Palme?

[PM] Er ist nicht gerade ein Kandidat für die hellste Leuchte im Weltraum. Ehrlich gesagt, gar nichts. Ich genieße den Charakter wirklich. Ich möchte ehrlich mit dir sein. Er ist zu einem so runden Charakter gewachsen. Es ist einfach ein Vergnügen ihn zu spielen. Ich freue mich auf jeden Tag. Ich bin gesegnet die Möglichkeit zu haben, diesen Charakter zu spielen.

[TG] Erzähl uns etwas über Beckett was wir bisher noch nicht wissen, falls das möglich ist.

[PM] Ich denke Carson hat einen Schrankkoffer voller Geheimnisse, die in den kommenden Staffeln gelüftet werden. Hoffentlich. Ohne zuviel zu verraten.

[TG] Wie fühlt es sich an Teil einer Serie zu sein die solch großen internationalen Beifall findet und wo Menschen aus aller Welt sich treffen um darüber zu diskutieren?

[PM] Überwältigend. Ehrlich, überwältigend, und ich könnte mich nicht glücklicher schätzen. Ich hatte schon das Glück in der Vergangenheit eine Folge SG-1 mit dem Titel "Die Qualen des Tantalus" zu drehen. Mein Charakter in dieser Episode war Ernest Littlefield und das war meine erste Kostprobe im Stargate-Universum. Ich genieße die Entwicklung ein regulärer Charakter bei Atlantis zu sein. Alle Schauspieler bemühen sich das zu erreichen - die Sicherheit des Jobs und, nicht nur das, auch die Atmosphäre am Set. Es ist wie Räuber und Gendarm der Kindheit - du gehst jeden Tag auf ein Set wo neue Abenteuer in jeder Folge auf dich warten und es ist ein Vergnügen das zu spielen. Und nicht nur das, die Drehbücher können komisch sein, sie kännen dramatisch sein und ich glaube, dass Brad Wright, Robert Cooper, Martin Gero, Damian Kindler und all die anderen sehr großzügig mit der Entwicklung des Charakters umgehen. Das gibt einem als Schauspieler sehr große Möglichkeiten und ich könnte wirklich nicht glücklicher sein.

[TG] War es ein wenig überwältigend für dich zu wissen dass du den ersten 'heutigen' Menschen gespielt hast, der durch das Tor gegangen ist?

[PM] Damals dachte ich, dass es etwas Besonderes sein muss, da ich mit dem alten Taucheranzug ausgestattet wurde und es war wirklich interessant - ich glaubte im Jahr 1946 zu sein. Du weisst nie wo es hinführt, wenn man so frühzeitig in einer Serie dabei ist und ich wurde wichtiger, je weiter die Serie voranschritt. Menschen kamen zu mir und sagten "du bist Ernest Littlefield", und ich antwortete "ja, ich denke der bin ich", also ist es eine nette Sache. Ich hatte die großartige Möglichkeit letztes Jahr auf eine Convention in Europa zu gehen. - Ich war in Deutschland, Schottland und England - und viele Menschen haben es bemerkt, also ist es wirklich eine Ehre, rückblickend betrachtet, diesen Punkt in meiner Karriere zu haben.

[TG] Kannst du einen durchschnittlichen Arbeitstag bei Atlantis beschreiben?

[PM] Am Wochenbeginn, wenn John Smith das Programm herausgibt versucht er, die Tage nicht länger als mit 12 Stunden zu gestalten, was für die Besetzung großartig ist, aber noch wichtiger für die Mannschaft, da viele der Leute Familie haben und sichergehen wollen, dass sie bis zu einem gewissen Grad ein normales Leben führen kännen. - Im Filmgeschäft kann das verrückt sein! Wir werden normalerweise um 6 Uhr früh gerufen, fahren zum Set etwa 15 Minuten, springen in den Wohnwagen, bekommen ein wenig zu Essen, gehen um Haare und Make-up gemacht zu bekommen, was normalerweise um die 15 Stunden dauert - nur ein Scherz! Nein, normalerweise sind sie wirklich schnell; also rein und dann gehe ich über meine Seiten. Für gewöhnlich necken sich alle Darsteller gegenseitig mit ihren Texten. „Seiten“ sind Kurzfassungen der Drehbücher, die an diesem Tag gedreht werden. Du bekommst sie von der Regieassistenz und das ist der Drehplan für diesen Tag. Wir haben am Vortag noch „Callsheets“ bekommen die auflisten, welche Szenen am folgenden Tag gedreht werden. Üblicherweise gehen wir also unseren Text durch, bekommen unser Kostüm, unsere Mikrofone, machen Stellproben und dann beginnen wir zu drehen. Und von da an geht es los. Abhängig davon in wie vielen Szenen du zu sehen bist, kannst du einen langen Tag haben, 12 oder 14 Stunden, oder du bist in 3 Stunden durch. Es hängt also alles vom Drehplan und der Episode ab. Wenn es eine Beckett-Folge ist, bin ich mehrere Tage beschäftigt oder auch nicht, wenn es keine solche ist - solange sich keiner auf dem Planeten verletzt!

[TG] Fühlt es sich seltsam an einen Charakter zu spielen, der in einer total unrealen und künstlichen Umgebung lebt?

[PM] Ich würde weniger sagen seltsam, als aufregend. Es ist aufregend, diese "Außenwelt-Erfahrungen" zu erforschen. Die Möglichkeit finde ich faszinierend. Ich kann es kaum erwarten das nächste Drehbuch zu bekommen um zu sehen wohin wir gehen und das ist eine wonnige Möglichkeit für einen Schauspieler. Welche Aliens werden wir in der nächsten Folge treffen? Werden uns die Wraith-Darts treffen oder nicht? Du weisst nie was passieren wird und so finde ich es sehr aufregend. Seltsam? Nicht wirklich. Es ist seltsamer in der Essensschlange hier, wenn jemand vor dir einen Schlangenkopf auf hat!

[TG] Deine Rolle im Independent-Film "See Grace Fly" war wirklich sehr stark. Was war für dich am Schwierigsten bei der Rolle von Dominic McKinley zu spielen?

[PM] Das war Komödie! Nein, ernsthaft, die Rolle von Dominic McKinley ist mir sehr nahe. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte über Gina Chiarellis Tante, die Dominics Schwester Grace spielt. Ginas Tante war paranoid-schizophren. Gina und ich haben viel Theater miteinander gespielt und wir beschlossen, dass wir gemeinsam ein Filmprojekt machen möchten. Sie erzählte mir die Geschichte über ihre Tante und ihren Vater, der Missionar war. Er ging nach Montreal, um zu versuchen sie von der Straße wegzubekommen und es war eine faszinierende Familiengeschichte. Als wir also versuchten herauszubekommen, was wir bei unserem ersten Film machen wollten, kam ich auf diese Geschichte zurück. Ich sagte Gina, dass wir mit der Geschichte etwas machen sollten - einiges verändern und einem Schriftsteller übergeben, welcher Pete McCormack war, der letztendlich das Drehbuch schrieb und den Film auch co-produzierte. Er schrieb ein wunderbares Drehbuch, nur vom Kern der Idee ausgehend. Damit meine ich - die Basis ist nicht nur diese eine Geschichte. Großartigerweise hatten wir auch die Möglichkeit zu proben, was viele Filme nicht machen. Dieser Film ist mir sehr, sehr nah am Herzen und die Erinnerung an diese Rolle werde ich für immer hegen und festhalten. Mit einer so talentierten Schauspielerin wie Gina Chiarelli arbeiten zu können und mit einem Autor wie Pete McCormack, ebenso wie mit den anderen talentierten Schauspielern der Besetzung, ist etwas das ich nie vergessen werde. Es WAR zu manchen Zeiten intensiv, aber das ist Realität und es ist eine so wunderbare Geschichte, die mir sehr nahe geht. Ich bin wirklich stolz auf den Film. Unter anderen Auszeichnungen gewann er den Publikumspreis in Portugal - den Fantasporto - und wir haben eine Veröffentlichung des Films in Kanada, welche gerade anläuft. Offensichtlich gibt es viele Fragen zu psychischen Erkrankungen, die in allen Schichten verbreitet sind und ich denke wenn man den Menschen die Augen und das Bewußtsein für psychische Erkrankungen öffnen kann und das über diesen Film als Mendium, ist das eine wundervolle Sache.

[TG] Du zeigst deine Fähigkeiten als Ringer in "See Grace Fly". Wie genau kamst du zum Ringen?

[PM] Zuallererst bin ich eines von sieben Kindern, da haben wir es schon. Muss ich mehr sagen - 6 Brüder! Das half mir wirklich, mich für den akademischen Wrestling-Werdegang vorzubereiten. Es war eigentlich etwas, das Pete in das Drehbuch einbrachte weil er wußte, dass ich ringe. Ich dachte, dass es eine sehr witzige und einzigartige Szene sein würde - ein Missionar und ein Priester ringen in einem Film miteinander - so etwas sieht man nicht oft! Ich denke es war eine Hommage an meine Vergangenheit als Ringer.

[TG] In verschiedenen Serien und Filmen spielst du entweder amerikanische oder kanadische Charaktere, bei denen sich aber öfters ein merklicher schottischer Klang hineinschleicht. Findest du es schwierig, einen Akzent 'sauber' zu halten, aufgrund des starken Akzents, den deine Familie wohl haben muss?

[PM] Ich hatte schon immer ein gutes Ohr für Akzente und wenn es passiert, dass Menschen den schottischen Klang irgendwo heraushören, dann schätze ich das sehr, da ich stolz auf meine schottische Herkunft bin. Ich habe es zuvor noch nie gehört, um ehrlich zu sein. Der Akzent ist etwas, an dem ich hart arbeite. Ich wurde in Paisley geboren und meine Eltern haben einen sehr starken Akzent - alle meine Verwandten haben ihn und es ist etwas das sehr natürlich von mir kommt. Das ist ein wirkliches Geschenk für mich. Gleich nachdem ich die Rolle bekommen hatte, habe ich meine Mom und meinen Dad angerufen und ihnen gedankt, dass ich in Schottland geboren bin. Also nein, ich habe keine Schwierigkeiten den Akzent sauber zu halten.

[TG] Wenn du jede Rolle die gerade im TV oder im Film läuft bekommen känntest, welche würde das sein und warum?

[PM] Es müsste 007 sein! Obgleich Carson Beckett in Wirklichkeit Agent 008 der Pegasus Galaxie ist! Es gibt so viele großartige Rollen da draussen und so viele Schauspieler die ich bewundere. Von Sean Penn über Billy Murray bis John Turturro - ich bin ein großer Fan all ihrer Arbeiten und von anderen Schauspielern ebenso. Aber wirklich, ich glaube Bond wäre eine lustige Rolle. Darüber hinaus glaube ich wirklich, dass Carson Beckett so etwas wie 008 der Pegasus Galaxie werden wird! ...Oder vielleicht hoffe ich auch nur darauf.

[TG] In einer idealen Welt - was wirst du in fünf Jahren machen?

[PM] Immer noch Wraith-Darts ausweichen, Leben retten und mit einigen sexy Aliens anbandeln!

[TG] Was ist der ungewöhnlichste Platz an dem du je gespielt hast?

[PM] Ich habe einmal ein Theaterstück in einer aufgegebenen Eisenbahnstation gespielt, inmitten der Interior BC; das ist etwa 12 Jahre her. Das war sehr seltsam.

[TG] Was war der schlimmste Job den du je hattest und warum war er so schlecht?

[PM] Als ich 14 war. Es war mein erster Job mit dem Fahrrad Eis zu verkaufen und ich wurde ausgeraubt. An meinem ersten Tag. Muss ich mehr sagen?

[TG] Falls du je Shakespeare gespielt hast, was war deine Lieblingsrolle?

[PM] Ich hatte nie die Gelegenheit, als Profi Shakespeare zu spielen, aber wenn ich diese hätte, würde ich vermutlich als sehr guter Bote oder Lanzenträger begonnen und mich hochgearbeitet haben.

[TG] Wolltest du immer schon schauspielern oder gab es ein spezielles Ereignis oder eine Person die dich dazu inspiriert hat?

[PM] Um in einer Familie mit 7 Kindern aufzuwachsen benätigt man von Haus aus einen gewissen Grad an Schauspielerei. Ich war auch ein kleiner Akrobat. Mein älterer Bruder Cris und ich haben immer für unsere Verwandten gespielt. Wir hatten zusammenpassende rote Trainingsanzüge und wir haben sie benutzt um kleine Gymnastikvorführungen zu machen, bis ich später etwas professioneller an das Schauspiel-Thema heranging. Ich denke ich hatte immer schon ein wenig davon in meinen Genen. Meine Mom war eine Highland-Tänzerin und sie und meine Schwester traten ein wenig auf. Dann begann ich mit dem Theaterspielen in Toronto und habe es richtig genossen. Ich begann ein wenig beim Film, TV und in der Werbung zu arbeiten und habe mich auf diesem Weg hochgearbeitet. Ich habe sichergestellt, dass ich zuvor aber meine Hochschulausbildung abgeschlossen hatte, weil wir ja wissen, dass das Fehlen von Stabilität in diesem Geschäft beunruhigend sein kann. Meine Eltern haben mich wirklich gedrängt zuerst zur Uni zu gehen, was ich auch gemacht habe und daher habe ich einige Abschlüsse vorzuweisen, ebenso wie einen Lehrabschluss. Ich bin als Lehrer qualifiziert. Das war wirklich etwas, von dem ich fühlte, dass es wichtig war. Das zeigte, dass meine Ausbildung mir immer an vorderster Front im Kopf herumging in den letzen 15 Jahren.

Ich genieße es sehr mit allen vom Atlantis-Cast zusammenzuarbeiten. David Hewlett ist eine Person mit der man einfach wunderbar zusammenarbeiten kann. Wenn man mit so einem Menschen zusammenarbeiten kann, strengt man sich selbst mehr an, um mehr rauszuholen. Es ist ein Genuss mit Joe Flanigan zusammenzuarbeiten und Torri Higginson ist reizend, so wie Rachel Luttrell und Rainbow. Wir haben so eine wunderbare Zeit in der ersten Season miteinander verbracht und ich freue mich schon auf die nächste. Ich bin dankbar und geehrt, dass ich ein reguläres Mitglied in dieser Season sein werde. Das wird wirklich eine grosse Sache für mich werden. Ich bereite mich gerade darauf vor, die Skripten der zweiten Season in die Finger zu kriegen.

[TG] Denkst du, dass mit dem Aufstieg zum regulären Ensemble das Arbeitspensum ernsthaft zunehmen wird?

[PM] Ich glaube nicht, dass es soviel werden wird. Ich weiss wo Beckett steht und ich bin ein Teil eines sehr großen Puzzles. Ich war sehr froh über die Art wie er sich in der ersten Staffel entwickelt hat und ich war in 17 von 20 Episoden - das war schon fast so oft wie ein regulärer Charakter. Wenn er ein wenig mehr macht, ist das fantastisch - ich bin für alles offen - was auch immer passieren wird. Noch wichtiger finde ich es zu sehen, wie sich die Serie entwickelt und wenn das ein wenig mehr Beckett bedeutet - großartig! Wenn nicht, dann ist das auch ok. Ich habe kein Problem bei einem großartigen Drehbuch zurückzustecken, denn wir haben viele großartige Schauspieler die die Arbeit machen können und wenn ich meinen Teil dazu beitragen kann, bin ich glücklich. Hoffentlich sind die Fans glücklich.

[TG] Eine letzte Frage: In "Tödliche Verteidigung" habe ich bemerkt, dass Beckett mit sich selbst ringt. Zerrissen zwischen der Entwicklung des Serums und „das Richtige“ zu tun, ohne Menschen zu töten. Wie hast du dich dabei gefühlt?

[PM] Du meinst persönlich? Ich denke es war ein sehr interessantes Dilemma. Ich glaube, wenn du mit menschlichem Leben und Bio-Ethik zu tun hast, hast du auch ein moralisches Dilemma mit dem du dich auseinandersetzen musst. Es ist eine interessante Handlung, um sich damit auseinanderzusetzen. Es ist eine Sache die nicht einfach ist und der Charakter kömft damit. Es ist ein wunderbarer Aspekt, den Damian Kindler da in "Tödliche Verteidigung" eingebracht hat - der innere Kampf den Beckett mit Perna hat. Das entwickelt wirklich die Menschlichkeit des Charakters. Ich denke, für mich war das die Episode in der die Fans Beckett wahrgenommen haben. Davor war er mehr der lustige Charakter und nun sieht man die wahre, menschliche Seite von Beckett in "Tödliche Verteidigung." Als ich das Drehbuch dafür bekam war ich überwältigt - seit sechs Folgen dabei und dann eine ziemlich große Beckett-Folge! Es war solch ein Vergnügen da als Schauspieler einzutauchen. Ich liebe es wirklich sehr - I war wirklich dankbar für diese Art Drehbuch. Es hat sich vom Rest der Staffel sehr unterschieden - es war sehr dramatisch und es war nicht so Action-orientiert. Die Möglichkeit mit Allison Hossack, die Perna spielte und Alan Scarfe, der den Kanzler spielte zu arbeiten, war ein Vergnügen für mich. Sie haben hervorragende Arbeit geleistet, ebenso wie der Regisseur der Folge, Brad Turner. Als wir den Pilotfilm drehten sagte Martin Wood zu mir, dass Damian Kindler gerne mit mir sprechen würde. "Er will eine große Beckett-Folge drehen." Als er das (während wir den Pilotfilm drehten) sagte wollte er, dass ich direkt ins Büro gehe. Also ging ich rauf und ich fühlte mich wirklich als Teil des Teams. Gleich nachdem Martin mir das gesagt hatte fühlte ich, dass dies wirklich zu großartigen Orten führen würde. Ich vergewissere mich, dass ich vorbereitet bin, meine Arbeit erledige und die großartigste Zeit meines Lebens da draussen habe. Was für ein toller Ort für einen Schauspieler!

[TG] Im Namen unserer Mitglieder möchten wir uns ganz, ganz herzlich für die Zeit bedanken, die du uns zur Verfügung gestellt hast - wir schätzen das wirklich sehr.

[PM] Es war mir ein großes Vergnügen - mehr kann ich nicht sagen. Danke, dass ihr so große Beckett-Fans seid!


Erstellungsdatum : 13/09/2006 @ 08:35
Letzte Änderung am : 13/09/2006 @ 08:42
Kategorie : Interviews
Seite gelesen 2433 Männlich


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